#14 Wolfgang Stute & Paul Pfasan - Von Kürbissen, Fröschen und dem Klang des Herzens
Shownotes
Unsere illustre Küchenrunde begibt sich heute auf die Reise nach der Frage woher eigentlich Klang kommt und was das ist. Alina stellt fest, dass sie in der Schule Musik vielmehr abgewöhnt bekam als das es spannend und zugänglich unterrichtet wurde. Zum Glück hat Paul Pfasan als Musikpädagoge einen ganz anderen Ansatz, er erzählt wie er Kinder in seinen Projekten forschen lässt und Klang erstmal als etwas entdecken lässt, dass keiner Regel folgt. Matthias erzählt von unschönen Erfahrungen im Chor und wie er es trotz bescheinigter Unfähigkeit von der Dashtrommel bis zur Kirchenorgel empor gespielt hat. Und wer glaubt es, sogar Wolfgang Stute, der auf eine Karriere auf großen Bühnen und Dopple Platin Auszeichnungen schauen kann, hat es ganz am Anfang nur per Zufall in seine Gitarrenklasse an der Uni geschafft. Darf man ein Instrument spielen oder muss man es erst Lernen und wie ist es eigentlich mit einem Frosch zu musizieren? Die heutige Folge dreht sich um Wege, Neugier und den Klang des Herzens der als unerwarteter Full Circle Moment das Ende dieser Folge perfekt macht.
Ganz viel Spaß beim Hören!
Herzlichst, euer SOUND KITCHEN TEAM
Wir bedanken uns ganz herzlich bei unserem Partner dem Theater am Küchengarten. Alle Infos und Termine zu den Veranstaltungen TAK findet ihr hier: https://tak-hannover.de und der UNESCO CITY OF MUSIC HANNOVER für die Förderung.
Unsere Gäste
Wolfgang Stute
https://www.wolfgang-stute.de
Paul Pfasan auf Instagram: https://www.instagram.com/pfasan_instruments/ https://pfasan-instruments.de
Unsere Hosts:
Matthias Brodowy https://www.instagram.com/matthias_brodowy/ https://www.brodowy.de
Alina Hill https://www.instagram.com/alinahill_art/ https://alinahill.com
Mehr von BEYOND THE HILL auf Instagram: https://www.instagram.com/beyondthehillproductions/ Webseite: https://beyondthehill.de
Vieln Dank an Matthias Hollenmann von Lasforevermusic https://lastforevermusic.net/matt-eightman/ und Jens Bernewitz von den NOAH Studios Hannover
Folgt SOUND KITCHEN Hannover auf Instagram für alles rund um den Podcast und heißen Scheiß aus der Szene oder schreibt uns eine DM wenn ihr Vorschläge für interessante Themen und Gäste habt oder uns einfach ein Feedback oder lieben Gruß dalassen wollt. https://www.instagram.com/soundkitchenhannover/
Transkript anzeigen
00:00:04: Matthias, die Gäste kommen.
00:00:04: Ich mach mal auf, ja?
00:00:07: Hey cool dass ihr da seid!
00:00:09: Ich hoffe ihr habt gut hergefunden.
00:00:10: Kommt rein.
00:00:12: Macht euch ein.
00:00:12: Kaffee und kaltgetränke stehen dahinten
00:00:14: im Kühlschrank.
00:00:16: In unserer großen WG-Küche trifft Hannover's Musikszene auf Hannover´s Musikszähne Hier live im Theater.
00:00:23: am Küchengarten sind eure Gastgeber Mathias und Alina Und das ist Zaumkitchen Hannover
00:00:34: Und da sind wir wieder in unserer Küche.
00:00:36: In unserer Küche kommt mir vor, als ob wir nie weg gewesen wären.
00:00:40: Aber
00:00:40: die Küche ist ja auch der schönste Ort wo man solche Gespräche führen kann.
00:00:44: Das ist absolut richtig und sind auch wieder ein paar Leute da heute.
00:00:47: Darf ich euch mal hören?
00:00:49: Hallo Frau Küche!
00:00:55: Unspektakuläre Gäste haben wir uns heute in die Küche eingeladen.
00:00:58: Natürlich!
00:00:59: Und zwar, ja und dann... Heute gibt es auch etwas was Leute noch nie gehört haben werden.
00:01:03: Möchtest
00:01:04: du erst oder sage ich jetzt den Gast rein?
00:01:05: Ich habe
00:01:05: letztes mal, fangst du jetzt?
00:01:06: Ja, ich fange jetzt mal an weil wir haben gerade drüber geredet, weil es geht um den Menschen der jetzt hier auch gleich diese Instrumente von denen wir gerade Sprachen präsentieren wird.
00:01:15: er ist eine Musiker.
00:01:17: Wir haben heute festgestellt, dass wir uns tatsächlich schon vor einer ganzen Weile mal kennengelernt hatten.
00:01:23: Und ich fand es sehr spannend weil bei ihm geht's nicht nur beim Musikspielen los sondern schon eine ganze Weile vorher und zwar beim Bauern des Instrumentes.
00:01:34: und das sagt man eigentlich Instrument ist?
00:01:36: Nee, Instruments!
00:01:39: Instrument ist es schöner noch hochherrschaftlicher.
00:01:42: Herrschaftlicher, das wollte ich ja.
00:01:43: danke, dass ich dich hier dabei habe Matthias!
00:01:47: Sehr gut!
00:01:48: Genau er baut die Instrumente tatsächlich selbst.
00:01:51: und was auch ganz besonders spannend finde und worauf ich mich jetzt gleich freue, dass er etwas darüber erzählen wird... Er hat ein Konzept entwickelt womit er Menschen Das beibringt, was er da macht und zwar von quasi von der Pieke auf also vom Bau bis zum späteren.
00:02:09: Wir spielen jetzt damit Aber das erzählt er uns jetzt selbst.
00:02:12: bevor ich hier so amateurhaft herum eiere Also mein Gast heute ist der paul versahn habe ich dich so halbwegs adäquat
00:02:24: vorgestellt.
00:02:25: Stimmt auch dass
00:02:26: ich
00:02:27: mit einem instrumentenbau auch dabei bin und von Anfang an Ja, es ist mit der Klangerzeugung selber quasi.
00:02:34: das ist so meine Faszination.
00:02:36: Wo kommt Klang her?
00:02:37: Wie entsteht das?
00:02:37: wie kann ich den modulieren?
00:02:38: aber tatsächlich bin ich hauptberuflich Musikpädagoge und mache Projekte in Kindergärten und Schulen oder auch von Veranstaltungen wo ich ganz viele Instrumente mitbringe und vor allem die Leute einfach mal probieren dürfen weil ich glaube dass Musik in uns allen steckt angeboren ist und es nur dieser Mut fehlt das mal probierend zu können oder auch probieren zu lassen.
00:03:00: Cool, ich bin ganz gespannt was uns gleich als erzählen wird.
00:03:02: Wir haben noch jemanden da der sich auch mit... gerade Perkashens und so auskennt, da habt ihr vielleicht wahrscheinlich gleich einen guten Gesprächs an.
00:03:09: Und wie ich den zweiten Gast kenne wird er sich mit Paul dann wahrscheinlich austauschen und sagen so pass auf!
00:03:15: Ich brauche die und die Musikinstrumente auch denn ich habe heute jemanden eingeladen der nicht nur ein großartiger und brillianter Musiker ist, sondern es ist auch ein Freund von mir.
00:03:23: wir machen auch schon seit bald fünfzehn Jahren gemeinsame Musik immer wieder auf der Bühne.
00:03:30: Er isst ein Meister der Seiten vor allen Dingen Einmeister der Gitarren und ein Meister der offenen Stimmung, was das ist wird er dann nachher selber erklären.
00:03:40: Er ist aber auch lange Zeit unterwegs gewesen in vielen, vielen Bereichen im kabarettistischen Bereich ganz früher, dann im Bereich auch Musical.
00:03:48: Er war nämlich künstlerischer oder musikalischer Leiter des Sommernachtstraums hier in Hannover als es in den Herrhauser Gärten aufgeführt wurde von Heinz Rudolf Kunze mit dem er auch lange zusammengearbeitet hat.
00:04:00: Einfach ein brillanter Solist.
00:04:02: Ich freue mich auf Wolfgang Stute und ich erlaube mir auch hier in diesem Rahmen nicht Wolfgang sondern Wolli zu sagen, weil ich immer Wollis zu dir sage.
00:04:12: Ja, kann vorgehen.
00:04:14: Sehr gut!
00:04:16: Die hat das Mikro noch ein Stück näher an dich ran glaube ich?
00:04:21: Wir richten uns hier noch gemütlich ein wie immer.
00:04:24: Habt ihr was zu trinken?
00:04:26: Braucht ihr noch irgendwas?
00:04:31: Ja, kommen wir doch gleich zu Sachen.
00:04:34: So!
00:04:35: Man kann Musik aus allem machen und Klänge aus allem holen.
00:04:40: Kann ich das jetzt so stehen lassen als Einstieg?
00:04:42: Ich würde noch ein bisschen weitergehen und sagen dass Klang immer da ist.
00:04:45: Also es ist ja die Begleiterscheinung der bloßen Existenz.
00:04:48: Alles klingt zu jeder Zeit.
00:04:50: Ich klinge zu jederzeit mein Körper klingt alles was ich tue klingt Die Welt selber klingt Und wir müssen eigentlich nur hinhören und überlegen, wie wir das nutzen können um uns musikalisch und künstlerisch auszuleben.
00:05:05: Du bist also nicht nur Instrumentenbauer, du bist auch Klang-Einfänger sozusagen.
00:05:10: Klangfänger ist natürlich auch ein Projekt was ich mit Kindern mache und da geht es ein bisschen darum, Alltagsgegenstände mal anders zu überprüfen.
00:05:19: und was klingt eigentlich überhaupt in meiner Umwelt?
00:05:22: Und das ist so cool wenn ich im Kindergarten bin und auch mal ein bisschen länger oder wiederholt da bin und dann die Kinder sagen hey ich bin ein Klang Fänger und ich habe etwas Neues gefunden und auf die coolsten Ideen kommen oder mir auch erzählen für coole Klänge gefunden haben, irgendwie zu Hause und so was.
00:05:37: Das war mein allererstes Ding, das ich mit dem Klangfänger gemacht habe.
00:05:39: Da hab' ich so eine kleine Rallye vorbereitet.
00:05:41: Habe so verschiedene Kisten nach Räumen sortiert.
00:05:44: Eine Kiste war Küchenkiste, eine Kiste die Wohnzimmerkiste... ...eine Kiste waren Badezimmer und habe eben verschiedene Sachen aus dem BadeZimmer-Küch usw.
00:05:52: da reingepackt.
00:05:53: Und sie hatten so ne Stempelkarte.
00:05:54: und die allerletzte Frage war Was ist mein Lieblingsklang von überhaupt?
00:05:58: Und was die Kinder so erzählt haben, war großartig.
00:06:00: Da ging es natürlich über Vogelgitzwitschert zu Meeresrauschen ein bisschen zur Autobahn geräuschen oder auch dem Knarren der Treppe Zuhause wenn Papa hochgekommen ist um gut nachzudagen Alles dabei.
00:06:10: Ich bin mal in der Karl-Berger Neustadt ... in Höhe der Neustädter Hof- und Stadtkirche St.
00:06:16: Johannes gewesen, dachte ich, das ist ein geiler Rhythmus!
00:06:22: Das war die Druckerei dort.
00:06:23: Da lief irgendeine Maschine und irgendwas wurde gedruckt an der Fabi oder so... Ich habe gedacht was ist das Geil?
00:06:31: Was ist die Welt des Rhythmoses?
00:06:33: Absolut!
00:06:35: Dieses Pumpgeräusch, das erinnert mich gerade an eine Situation wo meine Partnerin tatsächlich gerade Milch abpumpt und dieses Geräusch der Milchpumpe war auch so asinkronisch.
00:06:44: Es war wunderschön.
00:06:45: Also wirklich polyrhythmisch.
00:06:48: großartig habe ich natürlich direkt Aufnahmegerät nebengelegt.
00:06:51: muss noch ein bisschen mehr Milch erpumpen bitte.
00:06:53: Ich bin begeistert, weil mein eins meiner ersten Instrumente war natürlich als Kind der siebziger Jahre die Dash-Trommel und ich bin also alle anderen Kinder der Siebzigger Jahre wissen genau wovon ich rede.
00:07:03: Wir haben mit der Dash-Trommel gearbeitet entweder als Trommel oder wir haben aus der Dash trommelt das Fundament eines Basses gebaut wo dann ein Besenstiel ran kam und dann entsprechend ein Seig gespannt wurde.
00:07:12: und es ist eine Tragik dass die Waschmittelhersteller irgendwann auf Fluides Mittel übergegangen sind.
00:07:18: oder das Waschmittel Supra Ultra und irgendwas wurde Trommeln geholt hat, also viel das schon mal weg.
00:07:25: Aber man kann auch auf kleinen Kisten umdatteln.
00:07:28: Auf alle.
00:07:29: Das macht übrigens auch Wolli!
00:07:32: Ich weiß wir haben ja eine Szene in unserem Programm wo Wollie ein besonderes Instrument hervorholt nämlich eine Schlitztrommel.
00:07:39: die kennst du wahrscheinlich aber auch selbstverständlich?
00:07:41: Ja ich habe
00:07:41: eine gebaut.
00:07:45: Ein holler Kasten mit unterschiedlich langen Holztum und geben verschiedene Töne ab und die habe ich mal ausprobiert bei einer Bekannten.
00:07:56: Und das fand ich so toll, deswegen hab' sie jetzt in meinen Programm, wenn ich Auftrete mit eingebaut unter anderem mit Matthias zusammen.
00:08:05: Arbeitest du eigentlich vor allem mit Kindern jetzt?
00:08:08: Weil da wusste ich nicht mehr genau ob du jetzt quasi für alle Gurt schreibst oder... Also ich bin
00:08:11: jetzt gerade ein bisschen über ein Jahr selbstständig als freischaffender Musikpädagoge und mach alles mögliche.
00:08:16: Kindergarten- und Grundschule ist meine Hauptzielgruppe wo auch einfach Das Know-How Hub und Weiß.
00:08:22: hier kann es richtig losgehen, habe aber auch schon ein paar Kooperationen mit Erwachsener in Arbeit gemacht.
00:08:26: In einer Beeinträchtigungshilfe und eben auch auf Veranstaltungen wo ich ja alle Altersgruppen und Zielgruppen quasi gleichzeitig auftreppe.
00:08:35: Und das funktioniert sehr gut und überraschend gut mit allen möglichen Leuten.
00:08:39: Es ist einfach Musik verbindet völlig egal wo du herkommst völlig egal wie alt du bist wer du bist was Du eigentlich machst.
00:08:47: Ich mache's mit allem Aber meine Hauptzielgruppe sind Kindergärte und Schulen.
00:08:51: Ich finde es immer so spannend, dass man... Also ich mache das ja vor allem mit der Schauspielarbeit.
00:08:55: Dass ich mit Kindern und auch Erwachsenen arbeite.
00:08:56: Und ich finde es da immer sehr spannend zu sehen wie ich die Übungen, die ich mit Kindern mache halt eins-zu-eins mit Erwachsenden machen kann.
00:09:03: Es findet natürlich auf einer anderen Ebene statt aber es funktioniert genauso.
00:09:09: Die Erwachsenden haben einfach den gleichen Spaßfaktor bei den Übung gleiche Lernen finde ich.
00:09:18: Wenn man so was auf diese Weise lernt, die dann eigentlich mit Kindern machen würde?
00:09:24: Das mir auffällt ist immer das die Erwachsenen viel kürzere Aufmerksamquetschband haben.
00:09:28: Also wenn ich jetzt zum Beispiel mein Mitmachkonzert, das ist so das was ich mal zur Veranstaltung mache da bring' ich tausende Instrumente mit und spiele mit meiner Angonie, die werde ich euch gleich nochmal zeigen und vorstellen.
00:09:37: Quasi was vor ist ein pentatonisches Instrument.
00:09:39: also fünf Ton schrittig kann man schön nutzen um mit anderen zusammen zu spielen weil es erstmal keinen falschen Ton gibt Und alle können quasi einfach sich einführen, mal Lauschen, mal mitmachen und das funktioniert total schnell.
00:09:51: Die Kids sind dabei die machen mit, sie haben Bock um die bleiben da eine Stunde und auch länger wenn sie wollen so ungefähr.
00:09:56: irgendwann bin ich kaputt und sage jetzt brauche ich meine Pause.
00:09:59: bei den Erwachsenen ist es anders.
00:10:01: Die musst du erstmal ordentlich überzeugen damit Sie überhaupt ein Instrument in die Hand nehmen.
00:10:04: und sobald ich mal die Goni kurz zur Seite stelle um vielleicht ein anderes Instrument mal vorzustellen zu zeigen oder sonst was ist die Hälfte davon schon wieder weg weil ihr alles so?
00:10:12: oh nein ich könnte etwas falsch machen.
00:10:15: Genau, die haben alle so ein bisschen Berührungsängste damit.
00:10:17: Und das ist ein großer Faktor der auch für mich konzeptionell das Wichtigste ist.
00:10:21: quasi was ist Musik überhaupt und warum haben wir eine große Höhle davor Musik zu machen?
00:10:26: Ich finde das Thema müssen wir nachher einmal tatsächlich ansprechen.
00:10:29: es gibt ganz viele Menschen die mal sagen oh nee ich bin unmusikalisch oder ich kann nicht singen.
00:10:35: Das ist glaube ich so ein Phänomen, da denken Kinder nicht drüber nach.
00:10:39: also da würde ich auch sagen Kinder haben Spaß daran tatsächlich zu experimentieren im Zweifelsverlärm zu machen.
00:10:45: und Lärm kann auch Musik sein.
00:10:46: in gewisser Weise das sage ich ja jetzt auch als adhsler der überall drauf rumtrommelt und rumtippt und damit Menschen wahnsinnig macht.
00:10:53: Ich merke es halt gar nicht.
00:10:54: aber ich kann auch Etwas auf dem Wolli gerne rumkloppt ist etwas, worauf er auch meistens sitzt und das ist eines der Rhythmus-Instrumente die man ja auch in Bausätzen leicht basteln kann tatsächlich.
00:11:09: Aber das ist die...
00:11:10: Kachon!
00:11:12: Also Wollis ist auch der Mann auf der Kachonn.
00:11:15: Ja also ich bin mein Hauptinstrument ist Gitarre und sonst habe ich mal studiert, d.h.
00:11:22: ich hab sechs Jahre an der Hochschule verbracht in zwei Jahren Wuppertal, vier Jahre in Hannover.
00:11:30: Als du weg warst ging der Niedergang Wupper-Tals los?
00:11:34: Nicht ganz!
00:11:35: Die Schwebebahn fährt immer noch.
00:11:37: Oft auch nicht habe ich gehört.
00:11:39: Herr Kassen habe ich mir autodidaktisch beigebracht.
00:11:42: das war dann während des Studiums.
00:11:44: es ging dann ganz gut.
00:11:46: Ich bin auch nicht so der richtige Perkussionist.
00:11:50: in meiner Band Maria spielt ein Perkessonist Helke Schomeros.
00:11:55: Der hat eine Riesenbatterie aufgebaut, wenn wir dann auf der Bühne sind mit ganz vielen Trommeln und Becken und diese Raschelraschel und alles Mögliche Und die ganzen Sachen, das sind bestimmt Fünfzig verschiedene Instrumente Die nutzt er auch in den Stücken, die wir dann zusammenspielen.
00:12:17: Prinzip nur eine Kachon oder zwei Kongas, die Schlitztrommel oder die Handband.
00:12:23: Die Handband ist ein Instrument was aussieht wie ein Ufo und aus Stahl gebaut wird und man klopft da auf die Seiten drauf und dann kommen auch verschiedene Töne.
00:12:38: Ganz komplizierte Herstellung genau über das Schlitz.
00:12:42: Ich wollte es gerade fragen, hast du sowas gemacht oder weißt du wie man das baut?
00:12:46: Also
00:12:46: ich habe mich tatsächlich ein bisschen damit auseinandergesetzt auch wie funktioniert das und was ist das überhaupt.
00:12:50: Aber hab' ich mich noch nicht so richtig dran getraut.
00:12:54: Ja ich nutze auch immer nur die Instrumente die andere bauen sozusagen.
00:13:00: Das heißt ich werde mich mal interessieren für deinen Instrumenten.
00:13:03: Mal schauen ob ich da...
00:13:04: Wenn wir ja mal drüber schnacken.
00:13:06: So nämlich!
00:13:07: So läuft das
00:13:08: hier bei uns.
00:13:10: Wobei, das muss man schon sagen die Gitarre ja in der Form wie du spielst auch immer ein rhythmisches Instrument ist.
00:13:17: Du hast ja auch flamencoartige Musik in den letzten Jahren gemacht.
00:13:25: Kommen wir auch gleich nochmal drauf, in offenen Stimmungen spielt.
00:13:28: Auch eigene Open Tuning-Stimmungen entwickelt und die Stücke darauf entwickelt.
00:13:33: aber es ist ja auch wenn du wirklich mal deine spanischen Finger rausholst ein sehr rhythmisches Instrument.
00:13:40: Ja in jedem Fall.
00:13:41: also ich komme von der Klassik und habe jahrelang nur klassische Stücke gespielt Und dann sollte ich mal in einer Band spielen, die das gut fand was ich spielte habe ich mich dahin gestellt und konnte keinen Ton spielen, weil ich keine Noten vor der Nase hatte.
00:13:58: Und dann hab' ich mit der Zeit einfach mich davon gelöst – auch von der Klassik, obwohl ich das sehr mag und gerne gespielt habe.
00:14:08: Aber ich spiele kaum noch Klassiker und hab jetzt meinen eigenen Kram entwickelt und meine eigene Stücke.
00:14:14: Die spiele ich regelmäßig eigentlich.
00:14:18: Und Open Tuning ist eine andere Geschichte!
00:14:22: Ich habe ja sonst immer nur eine Gitarre gehabt und mit der hab ich fast alles machen können.
00:14:27: Nur als ich dann auf Opentuning gekommen bin über, da hieß Christ Jones das ist ein Gitarist der schon lange nicht mehr lebt aber der mich dann mal hinter die Bühne genommen hat und mir dann zwei drei Stimmungen einfach gezeigt hat.
00:14:45: und dann habe ich es ausprobiert und dann bin ich wirklich süchtig geworden und habe dann davon nicht mehr abgelassen.
00:14:51: Und dazu habe ich einfach eigene... Stücke komponiert.
00:14:56: Also nur durch die Open Tuning
00:14:59: erklärte Gitarre ist ja üblicherweise so gestimmt, dass die sechs Seiten e A D G H E heißen und Open tuning ist meistens dann doch so das du sie auf akkordisch stimmst aber nicht unbedingt zwanzläufig.
00:15:10: Aber die einfachsten Open Tunings Stimmung werden so Akkordische Stimmung Das heißt jemand der gar keine Gitarren spielen kann könnte auf einer akkordschgestimmten Open Tunninggitarre schon Lieder spielen, indem man einfach mit dem Zeigefinger in den Wünden hochrutscht.
00:15:28: Also was für mich jetzt zum Einstieg mal?
00:15:30: Genau!
00:15:32: Richard hat ziemlich oft Open Tuning auf E-Gitarre Stimmung gehabt.
00:15:36: es kommt auch im Metal Contest.
00:15:38: Jetzt kann ich das schon am Anfang einsetzen.
00:15:40: Im Metal durchaus mal vor dass die Gitarre auf Open Tunings Stimmung ist und man tatsächlich auch da ganz anders spielt als auf der normalen Gitarren.
00:15:48: Ja, in der Klasche gibt es das ja im Prinzip auch weil man stimmt zum Beispiel die E-Gitarre nach D runter oder die G-Seite nach Gess und damit kann man auch Stücke spielen.
00:16:00: Die sind dann auch so komponiert und die sind stehen auch so in den Noten.
00:16:04: dann also ich mache wenn ich auf der Bühne sitze habe ich drei Gitarren mindestens manchmal auch fünf gitarren Also sonst könnte ich meine Stücke gar nicht spielen.
00:16:22: Ich bin auch so eingefleischter Autodidakt, ich habe irgendwann als Kind Schlagzeugunterricht gehabt ein paar Jahre und dann ist das ein bisschen eingeschlafen.
00:16:28: Dann hab' ich mit meinen besten Freunden nach Jahren wieder getroffen und er hat mich auf die Straße genommen und dann kam dieses Oha!
00:16:33: Es gibt ja viel mehr als das Schlagzeuge und dann ging es langsam los Und irgendwann hatte ich eine große Sammlung an Instrumenten, aber es waren alles per Cache Instrumente.
00:16:41: Dann habe ich gedacht okay jetzt brauche ich mal was Melodisches und hab mir die Gitarre geschnappt so.
00:16:44: Ich habe die Gittare ganz standardmäßig gestimmt gehabt und irgendwie etwas gemacht und geguckt wie klingt das wenn ich die Seite darunter drücke und die Seite da runterdrücke und habe ordentlich viel daraus holen können.
00:16:58: sehr verliebt in alle mögliche Musik aus aller Herren Länder.
00:17:01: Am liebsten mit irgendwelchen Namen, die ich gar nicht aussprechen kann und auch gar nicht weiß wie die Sprache heißt, die wir ja gerade besingen.
00:17:07: Aber ich habe sehr viel grade so im Desert Blues Bereich Songs gefunden, auch die man eigentlich mit einer völlig klassisch gestimmten Gitarre wenn man sie einfach nur irgendwie spielt ziemlich gut begleiten können.
00:17:18: Ja vielleicht nur die besten spielen oder?
00:17:21: Nicht nur das!
00:17:23: Ich glaube dass man einfach wo wir dabei sind.
00:17:25: was ist Musik?
00:17:26: alles ist Musik und es geht ja im Endeffekt für mich persönlich nicht darum irgendwas nachzuspielen, sondern überhaupt erstmal so eine Melodie und Symphonie zu finden quasi.
00:17:36: Und das geht mit allem immer!
00:17:39: Ich weiß nicht, welcher.
00:17:40: Es war berühmter Musiker hat mal gesagt es gibt keinen falschen Ton und einen falschen ton danach.
00:17:44: wenn ich ein fehler mache dann kann ich das ja aufgreifen und dann weiter spielen quasi und Das ist so ein bisschen auch meine philosophie sage ich man der musik.
00:17:52: also ich möchte einfach nur sagen dass Wenn jetzt irgendjemand gitarre spielen möchte wenn du mit gitarren spielen ansteigen möchtest nimm denn die gitarrer in die hand mehr brauchst du nicht.
00:18:02: Das war bei der musikalischen Früherziehung auch so.
00:18:04: Als ich musikalische Früherziehungen damals hatte, haben wir kleine Mini-Klaviere gehabt.
00:18:09: Wir hatten Kinderklaviere und bevor es dann an die Theorie ging oder später an den grauenvollen Blockflöten unterricht ein folter Instrument, obwohl jemand der klassische Blockflötel spielt, der auch zeigen kann dass eine Blockflüte ein wunderschönes Instrument sein kann.
00:18:24: aber das kann auch ein schreckliches sein.
00:18:26: Jedenfalls hatten wir dort kleine Klavierre auf denen wir dann rumgehemmert haben.
00:18:31: Es war fantastisch, das war fantastische.
00:18:35: Wir haben Musik gemacht ohne Klavierspielen zu können und ich glaube kann wunderbar nachvollziehen was du sagst und ich weiß genau welche Barriere eben tatsächlich Erwachsene haben.
00:18:45: und da gilt wieder wir müssten doch wirklich es ist wie bei der Zauberrei.
00:18:52: Wir müssten mehr als Kinder sein.
00:18:53: Wir müssen uns einfach mehr darauf einlassen auf alles.
00:18:58: Ich glaube, ich möchte doch jetzt schon in diese Richtung gehen.
00:19:00: Was ist Musik überhaupt?
00:19:02: Eines meiner Projekte, die ich so im Kindergärten schulen und sowas anbiete nennt sich Klanglabor.
00:19:05: da geht es ein bisschen darum was ist Klang überhaupt, was is Musik überhaupt?
00:19:08: wie funktioniert das?
00:19:09: und Schallübertragung usw.
00:19:12: Und eine der ersten Frage, die den Kids einmal stelle ist ja Leute, was ist Musik?
00:19:16: erzählt ihr zum Himmel und dann sprechen wir über irgendwelche Klänge, die sie so wahrnehmen über irgendwellche Töne, die Sie wahrnehmen und dann sprechen wir zuerst über Vogelgesagen.
00:19:23: und alle Ja klar!
00:19:24: Das ist Musik.
00:19:24: und so Wie sieht's denn mit Baulärm aus?
00:19:28: Das ist keine Musik, warum denn nicht?
00:19:29: Dann sprechen wir darüber das eine zum Beispiel mal die Bohrmaschine macht und der andere den Hammer.
00:19:36: Und dann baue ich quasi so ne Choreografie auf.
00:19:38: jedes Kind ist ein einzelnes Werkzeug und plötzlich haben wir irgendwie so einen gemeinsamen Song fast schon nur aus Baulärmen oder aus Autogeräuschen Motorgeräusch Wischer Blinker.
00:19:49: wie cool ist es?
00:19:51: Musik ist in großen und ganzen nur die kognitive Fähigkeit anfangen und ein Ende oder einen Muster aus dem Klangteppich zu entdecken.
00:20:00: Das ist ja quasi eine Kopfsache, also ich entscheide jetzt ist das was sich gerade im Radio höre Musik oder ist es das was ich jetzt gerade im Flusshöhe Musik?
00:20:08: Und das ist eben der große Unterschied sage ich mal zu.
00:20:12: Ich trau mich nicht weil ich bin so unmusikalisch wenn ich jetzt von vorne rangehe.
00:20:16: hey okay das nur in meinem Kopf dass ich unmusikalisch bin Kannst du sofort anfangen.
00:20:22: In meinen Workshops auf den Veranstaltungen, wenn jemand sagt ich habe keinen Rhythmusgefühl frage ich immer ob sie einen Herz haben.
00:20:27: das schlägt Die meisten sag ja und dann ist ja ihr Argument quasi schon hinfällig.
00:20:35: Also ich finde dass es aber auch tatsächlich die Frage wie wird man an Musik ran geführt Wenn man jetzt natürlich da so ein Lehrer wie dich davor sich stehen hat als Kind Ja, ein Geschenk.
00:20:47: Bombe!
00:20:47: So dann können wir irgendwie starten.
00:20:49: wenn ich jetzt daran denke wie ich tatsächlich in diesem besagten Blockflötenunterricht saß in der Grundschule danach war Musik für mich erst mal vorbei Dann dachte ich okay das wars dann wohl da brauche ich überhaupt nicht weiter zu gucken obwohl wenn ich heute gucke wo ich irgendwie sitze hier mit mit vier und dreißig und denke Ja, das ist natürlich etwas was mich schon immer fasziniert hat.
00:21:14: Deswegen sitzen wir jetzt hier auch.
00:21:18: und was da aber für eine lange Spanne dazwischen kommt wo dass durch so einen Auslöser den ich als Kind hatte nämlich auf diese Art und Weise Musik gelernt zu haben einfach ganz viel kaputt gemacht hat daz wischen was für mich eigentlich heute wenn ich zurückblicke wie doll ich aber connected bin damit Einfach schade ist oder es einfach wie so ein Trümmer fällt.
00:21:44: Also ich habe das selber auch erlebt, ich hab im Musikunterricht damals in der Realschule gleich nur vier Minus oder fünf gehabt oder so.
00:21:50: auf jeden Fall war ich sehr schlecht und ich hatte überhaupt keinen Spaß im Musik-Unterricht.
00:21:52: Ich fand's einfach nur kacke.
00:21:55: Und es liegt einfach daran dass Musik Unterricht leider auch heutzutage immer noch sehr viel mit diesem... shame on you ne?
00:22:01: Stellt euch mal hin und singen vor und dann setzen sechs zu ungefähr und das funktioniert natürlich nicht.
00:22:05: also wenn ich das einem Kind sage Hört das auch zu singen?
00:22:10: Ich will nicht immer mit meinen eigenen Anekdoten reingretschen.
00:22:13: Genau, dass es mir passiert in der Schule.
00:22:16: Wir sollten... wir mussten für den Chor singen!
00:22:18: Alleine da fängt's schon an.
00:22:19: wenn man bei Musik etwas muss ist etwas grundsätzlich falsch.
00:22:22: Wir mussten vorsingen und der Lehrer hat gesagt du hast keine gute Stimme für den chor.
00:22:28: ich habe darauf hin bestimmt fünfzehn Jahre nicht mehr meinen Mund aufgemacht und ich gesungen.
00:22:32: Ich verdiene heute mein Geld damit, habe einige schöne Lieder geschrieben die ich glaube auch ganz schön singe und ich habe mich nicht getraut zu singen.
00:22:42: Nicht mehr im privaten schon gar nicht auf der Bühne Und er meinte das bestimmt nicht so, aber wie verheerend ist es?
00:22:49: Was kann ausgelöst werden.
00:22:50: Wie viel Kreativität wird genommen?
00:22:52: und ich habe nun den Weg bin in Eingegang und bin ihn weitergegangen.
00:22:55: Wie viele andere haben an dieser Stelle abgebrochen und wie viele schöne Lieder sind deswegen nicht geschrieben worden?
00:23:01: Total!
00:23:02: Eine ganz kurze Sache noch.
00:23:03: man sagt nicht umsonst dass man ein Instrument spielt.
00:23:07: Muss ich das Instrument jetzt lernen oder darf ich das spielen?
00:23:10: Genau.
00:23:12: Wolfgang, wie bist du denn zur Musik gekommen?
00:23:14: Das würde mich jetzt interessieren.
00:23:17: Ich bin im Prinzip nach der Schule, habe ich eine Lehre gemacht als Versicherungskaufmann und Hotelkaufmann.
00:23:24: Und hab dann angefangen irgendwann mit die Gitarre zu... Das
00:23:31: ist ja auch schon
00:23:33: relativ spät.
00:23:34: Aber das war eben schon das Thema es ist nie zu späten.
00:23:41: Dann habe ich dann das weiterentwickelt, dann bin ich in Wuppertal und hab da und Leute kennengelernt.
00:23:50: Und einer von denen, der war an der Musikhochschule und hat Gitarre studiert und der sagte mir, naja mit deinem Kram kannst du nicht viel anfangen?
00:24:00: Geh aber trotzdem mal hin und spiel einfach mal vor.
00:24:03: und bin ich hingegangen und hatte das Glück dass der Hans Michael kocht, der damals der Dozent da war noch die Klasse zusammengestellt hat.
00:24:12: Der brauchte also zehn Gitaristen, damit er eine normale Gedachengklasse hatte.
00:24:18: und ich war der siebte.
00:24:20: und dann hat er gedacht naja irgendwie kann man dem ein bisschen was beibringen und ich nehme ihn.
00:24:27: und das war mein Glück dass sich einfach als absoluter ... Krautspieler.
00:24:33: und also ich war einfach nicht... Ich war einfach ganz schlecht sozusagen.
00:24:38: Und dadurch, durch diesen Unterricht bei ihm dann über Jahre zwei Jahre ne ein Jahr habe ich natürlich dann sehr viel gelernt und sehr viel über Musik erfahren und dann bin ich auch an die Klassik herangekommen.
00:24:52: das heißt ich fand klassische Musik schrecklich früher aber dann irgendwann wurde den Scheiter umgelegt und dann fand ich das ganz toll Und dadurch habe ich dann angefangen richtig Musik zu machen.
00:25:04: In der Klassik ist es natürlich so, dass man nicht irgendwie einen falschen Tonspiel hin darf.
00:25:10: Dann kriegt man gleich schlechtes Gewissen oder wie auch immer.
00:25:15: Aber das kann man alles einüben und das klappt dann auch.
00:25:18: aber Ich wollte einfach weg davon und hab meine eigenen Sachen tatsächlich auch hinbekommen.
00:25:25: Mit Kindern habe ich nur gearbeitet an jungen Musikschulen Und dann, um zu arbeiten, während des Studiums auch schon angefangen mit Studenten.
00:25:36: Ich hatte so einen Lehrauftrag über die Jahre.
00:25:39: Hier in Hannover an der Fachhochschule in Kleefeld.
00:25:44: Dadurch habe ich natürlich viele Sachen gelernt und mit anderen Instrumenten gearbeitet.
00:25:51: Aber wie gesagt, ich habe sie nie gebaut sondern immer nur benutzt.
00:25:56: Spannend ist aber was du an Musik weitergegeben hast.
00:25:58: Wir reden natürlich über dich, wir reden über dich also bei euch.
00:26:00: nichtsdestotrotz möchte ich einmal über deine Tochter reden die ja nun ein ganz ganz tolles und sehr erfolgreiches Projekt gestartet hat.
00:26:07: Ja,
00:26:07: die Eure findet den Beat ja.
00:26:10: Also die
00:26:12: ist,
00:26:13: arbeite bei Universal und in der Kinderabteilung und die hat dann mit zwei Freundinnen über Rolf Sukofsky dieses ... dieses Projekt angefangen und...
00:26:28: Das sind ja inzwischen mehrere Alben geworden, vier Albe.
00:26:30: Und das erste hieß Eule findet den Beat?
00:26:33: Genau!
00:26:34: Ich hatte dann das Glück dass sie mich angesprochen hat ob ich nicht was komponiere für die Eule und dann habe ich dann aus den zwei oder drei CDs auch etwas geschrieben und dann haben wir jetzt vor einem Jahr ein Award bekommen Für fünfhunderttausend verkaufte Tonträger.
00:26:56: Das war natürlich eine tolle Sache!
00:26:58: Das ist heutzutage, das muss man immer sagen.
00:27:01: Sind fünfhundertausend?
00:27:02: Ist es eine unerreichbare Zahl?
00:27:03: Ja
00:27:03: ja, da sind zwei Platinnen und eine... wie heißt das nicht platin?
00:27:10: Und ich habe mich gefreut, als in der süddeutschen Zeitung war das, glaube ich, in der Süddeutzche und in der Frankfurter.
00:27:14: Da war dann eine Rezension drin und ich dachte da guck mal an!
00:27:17: Also das musste auch erst einmal schaffen dahin zu kommen und es ist wirklich wunderbar für Kinder einer Entdeckungsreise.
00:27:25: was Musik alles.
00:27:26: Das heißt, dass ein Projekt was Kinder auch an Musikrand führt?
00:27:30: Oder um was geht
00:27:31: es da?
00:27:31: Ja, es geht darum mit der ersten CD... Die verschiedenen Instrumente oder die verschiedenen Stile vorgestellt werden.
00:27:43: Rock, Pop, Heavy Metal, Reggae und so weiter... Also die Eule fliegt rum und kommt in Jazz-Geller und dann kommt die Kaka Lager und sagt ja hier das ist Jazz!
00:28:02: Und genauso fliege sie dann in die Oper Und er lebt da Sachen und so kommt sie zu verschiedenen Musikstilen.
00:28:11: Die Kinder finden das total gut, also die lernen dadurch einfach die Instrumente kennen.
00:28:18: Dann dass die zweite CD war, dass Sie Europa bereist haben.
00:28:24: Das heißt die verschiedenen Musiken in diesen Ländern, also griechische Musik, spanische Musik Ungarische Musik
00:28:33: usw.,
00:28:35: haben die Kinder dann eben auch mitbekommen und das war natürlich eine tolle Sache.
00:28:40: Und das gab es vorher noch nicht, also es gab kein Projekt was in der Art und Weise schon da war.
00:28:47: deswegen haben sie auch so viel verkauft mit dem sie dauernd, also schon seit Jahren unterwegs sind und haben hier ein paar Währungen ganz oft gespielt.
00:28:57: Also eigentlich in der ganzen BRD sind die dann damit unterwegs.
00:29:02: Nicht meine Tochter aber eine spezielle Gruppe.
00:29:06: Ja natürlich.
00:29:10: Vor allem ich wusste ja auch nicht was da auf mich zukommt.
00:29:13: Ich habe halt ein Stück komponiert.
00:29:15: Dann nochmal ein zweites oder drittes ... war einfach Glück.
00:29:22: Das ist das Schöne
00:29:23: an dein musikalischen Leben, sind diese plötzlichen Begegnungen... Diese plötzeichen Zufälligkeiten aus denen unglaublich viel erwachsen ist.
00:29:31: Also wenn ich so deine Vita angucke du hast mit auf die Sprechse jetzt richtig aus Chorche de la Gardia?
00:29:39: Ja Chorcha La Gardia!
00:29:40: Nein
00:29:40: Chorcho La Gardian nicht de la Chorcher Lagardia schneiden wir Chorchen Lagardias.
00:29:46: Das Projekt Tierra
00:29:47: Ja.
00:29:48: Mitgemacht, das ist ja nun tatsächlich auch schon der Beginn von Weltmusik die du dann weitergeführt hast mit Maria und ich glaube dann auch die Zusammenarbeit mit Heinz Rudolf Kunze, mit dem du ja lange unterwegs gewesen bist da haben wir uns ja auch kennengelernt.
00:30:02: hinzugedessen waren auch mit Heinzt zusammen auf der Bühne in Klosterbanz haben da gespielt mit unserem Freund leider verstorbenen Freund Haio noch, den er mit dem Ensemble gewesen ist Und es ist ganz oft bei dir gewesen dass Zufällig kam so was auf dich zu, so ein Projekt.
00:30:18: Und dann ist daraus etwas erwachsen?
00:30:20: Ja mit Heinz Röwkund war ich zehn Jahre zusammen, sieben Jahres in Management gemacht und acht Jahre Musik gemacht.
00:30:32: das war einfach eine ganz tolle Erfahrung und ich habe durch ihn auch ganz viele Leute kennengelernt also sehr viele Promis sozusagen.
00:30:42: Hermann von Wehen Muffei und Westernhagen, Otto.
00:30:47: Das war eine tolle Begegnung.
00:30:53: Wir hatten Riesenkonzerte.
00:30:55: Die Leute sind nicht wegen mir gekommen, sondern wegen Kunter.
00:30:58: Aber ich saß daneben und dann waren da tausende Leute.
00:31:01: Ich dachte toll!
00:31:06: Und bei dir genau so...
00:31:09: Ja, bei mir waren es dann in den Bands zwanzig.
00:31:10: Auch fünftausend Leute sind hier zusammen im Bands zu waren.
00:31:13: Aber auch
00:31:14: wir haben jetzt zusammen den Kleinkonspirat bekommen und das war ja auch in der... Wo fahren wir da hin?
00:31:23: Meinser Unterhaus?
00:31:25: Ja genau, da haben wir bekommen.
00:31:28: Aber Ausschlag eben war ...
00:31:30: Das ist sehr skurril!
00:31:32: Das war ein Auftritt in Berlin in den Wühlmeusen von Dieter Hallervorn die Wühlmäuse an fünfhundert Plätze.
00:31:37: Es waren glaube ich vierunddreißig Zuschauer da und man muss sich vorstellen, dass sich zuschauende Menschen in einem Fünfhunderter Saal ein hartes Brot sind.
00:31:44: Ich weiß noch wie ich hinter der Bühne euch sozusagen aufgepeitscht habe und gesagt hab, denen zeigen wir es?
00:31:50: Den geben was, die sind hergekommen.
00:31:51: Den machen wir unseres des Lebens.
00:31:55: Dann saß da eine Frau drin, die war Mitglied in der Jury des deutschen Kleinkunstpreises und es hat sich gelohnt dass wir nicht missmutig auf die Bühne gegangen sind.
00:32:03: Es hat sich gelohnt das wir voller Elan eigentlich doppelt so viel gegeben haben wie wir sonst gegeben hätten.
00:32:09: Ich möchte mal aus der Theorie mal in die Praxis raus und möchte mal Musikinstrumente hören.
00:32:15: Wollen Die Instrumente zum ersten selbst gebauten Instrument.
00:32:21: Ich weiß nicht, ob du eine Dramaturgie hast?
00:32:23: Also tatsächlich
00:32:24: den Goni die ich mitgebracht habe ist nicht selbst gebaut.
00:32:26: Das muss ich ganz klar sagen.
00:32:27: Ich hab zwar auch ein Goni's gebaut aber mein Instrumentenbau ist vor also was sich tatsächlich auch halb professionell übertrieben.
00:32:34: Aber ich mach Trommelbau sehr viel und da habe ich auch schon fremde Angebote gemacht quasi wo auch die Musiker bis jetzt alle ziemlich zufrieden waren.
00:32:41: Aber bei den Seiten und Medidienstroments das doch noch mal ne andere Geschichte.
00:32:46: Nicht einfach ist falsch gesagt, aber relativ schnell fertig geworden.
00:32:50: Mein erster Goni war eine Kleine für meinen Sohn.
00:32:55: Ich spiele selber eine Kamantengoni.
00:32:58: Das ist eine westafrikanische Steckhafe.
00:33:00: Es ist ein uraltes Instrument und im Endeffekt die Weiterentwicklung der Donsun-Goni.
00:33:04: Und die ist ein traditionelles Jagdinstrument könnte man schon fast sagen.
00:33:09: Also es ist ein rituelles Instrument was für Rituale benutzt wird oder auch um geschossenen Tieren bei der Jagd zu danken.
00:33:16: Es ist schwierig zu beschreiben, aber die Ngoni-Familie ist eine relativ große Familie und sie ist eng verwandt mit dem Banjo.
00:33:23: Die Gelengonis noch mal ganz ähnlich quasi, aber sieht schon fast eher aus wie eine Gitarre oder wie ein Banjo und ist eben der direkte Follower des Banjos.
00:33:30: Und das ist eben ne Weiterentwicklung, so man könnte auch fast Banjohafe dazu sagen.
00:33:35: Das ist eben einen Kallebass aus einem Kürbis, da drüber ist ne Ziegenhaut gespannt und das is eben ne Resonanzkörper und die Seiten sind Angelschnur.
00:33:44: Das
00:33:44: ist jetzt ein Kürbis, was da steht.
00:33:46: Genau!
00:33:47: Auch das andere Instrument, das ich mir gemacht habe, ist auch ein halber Kürbus?
00:33:49: Nein... Das sind Kalle-Bassen.
00:33:51: Das sind Flaschenkürbisse Kennt man vielleicht so irgendwie aus dem Fernsehen, die werden teilweise riesengroß.
00:33:57: Man sieht es ja ne?
00:33:58: Aber für die Zuschauer, die wissen's nicht, ist wirklich riesengrosse Böhnen schon fast.
00:34:03: Sieht aus wie eine Böhne und für die Flasche wird dann quasi oben nur was abgeschnitten und dann wurden auch früher als Flaschen verwendet.
00:34:10: Und das ist eben ein wunderbares Material wo man so viel arbeiten kann.
00:34:15: Ich arbeite sehr gerne mit Kallebassen.
00:34:16: auch bei anderen Instrumenten, die ich spiele eins meiner Lieblingsinstruments zum Beispiel aufs Ballerfohlen hat auch Kallebesalber übertrieben zu viel Informationen.
00:34:23: Ich würde sagen, wir bleiben bei deren Boney und ich spiele einfach
00:34:25: mal.
00:34:25: Spiel einfach mal!
00:34:26: Und jetzt der Hinweis während du das Instrument holst oder spielst du drüben?
00:34:29: Ist mir gleich.
00:34:30: Wenn du es hier herholst, weiß ich wie das mit der Mikrofonierung ist...
00:34:34: Ich glaube, das ist alles so eingebaut.
00:34:37: Wir werden jetzt das Licht für die Menschen, die jetzt am Podcast schon zuhören.
00:34:42: nur ihr könnt euch das bei Instagram einmal angucken.
00:34:45: wir werden dann natürlich ein Video zur Verfügung stellen und da werdet ihr das auch sehen können.
00:34:50: was jetzt passiert
00:34:54: also jetzt kommen für die dies nicht sehen können beschreibe ich dass mal erzielt sich jetzt gerade sozusagen Schellen wenn man so will über die Füße.
00:35:05: Das heißt, es wird Musik mit dem ganzen Körper gemacht.
00:36:40: Es
00:37:11: ist fantastisch das hier mal zu sehen, zu hören und ich weiß jetzt gehe ich eine Wette ein dass mein lieber Freund Wolli in spätestens einem Jahr dieses Instrument auch umgeschnallt haben wird und spielen wird Und ich darf das jetzt im Podcast mal verraten ohne Namensnennung.
00:37:30: Ich weiß ja, dass Wolli's Frau hier sitzt und die wahrscheinlich auch denkt um Himmels willen wo will er die denn noch hinstellen?
00:37:36: Noch ein Instrument mehr aber könnte sein ne!
00:37:40: Und wird Paul die dann bauen?
00:37:43: Wie gesagt Ihnen Goni ist da bin ich noch nicht so professionell, dass ich sage die gebe ich immer wieder
00:37:46: mit.
00:37:47: Matthias hat ja gesagt in einem Jahr...
00:37:49: Ja, vielleicht bis dahin.
00:37:51: Eine Kürbissaison noch abwarten und dann...
00:37:55: Das ist jetzt das erste Mal, dass es tatsächlich passiert.
00:37:58: Ich habe versucht selber Kalle-Bassen anzubauen, ich hab's nicht hinkriegt aber auch keinen grünen Daumen also wirklich nicht.
00:38:04: Meine Mutter allerdings, die ist gelernte Gärtnerin Und die hat jetzt, ich habe sie überreden können, dass sie für mich Kalle Bassen anbaut Die ersten Sättlinge keimen gerade.
00:38:13: Es wird schon spannend auf jeden Fall wie groß Sie bei uns werden.
00:38:18: Aber ich möchte noch eine Sache gerade zum Goni-Bau sagen.
00:38:20: Wie gesagt, meine Erste habe ich ja für meinen Sohn gebaut.
00:38:22: Die zweite war sehr viel komplizierter weil mir ständig der Hals gerissen ist Weil die Spannung einfach zu groß ist.
00:38:30: Ich hab das falsche Holz verwendet Traditionell wird Lenke verwendete habe ich bis da schon nie gehört gehabt dass es dieses Holz überhaupt gibt.
00:38:36: aber Als ich das erste mal dann meine große Goni fertig hatte und das erste Mal durchgestimmt klingen hörte Gänseaut am ganzen Körper und gedacht, es ist viel mehr wert wenn jemand mein gebautes Instrument spielt als wenn aber tausende Leute mir zuhören wie ich ein Instrumentspiele.
00:38:56: Weil das gebaute Instrument ist quasi so einen Multiplikator.
00:39:01: Also für mich große Faszination.
00:39:03: Wie schön wäre das, wenn ich quasi das Werkzeug für dich als Künstler biete womit du in die Welt gehen kannst?
00:39:12: Mikro, Mikro!
00:39:14: Ich muss das auf jeden Fall einmal ausprobieren.
00:39:17: Ist das dein einziges Instrument oder ein zweites von denen?
00:39:21: Ich habe wie gesagt noch eine zweite Gebaute, die hab ich zuhause.
00:39:24: Aber du kannst dir auf jeden Fall gleich denne mal in die Hand und wenn du willst...
00:39:27: Wie schreibt man das Buch stabil mal?
00:39:28: Das ist
00:39:29: N-G-O-N-I.
00:39:31: Da ist noch ein Apostroph irgendwo drin n Strich oben G O N I. Allerdings ist wie gesagt die Nguni für mich ziemlich groß Und das sind jetzt direkt die Kaman Ngunis.
00:39:41: Kaman wird weiß ich gar nicht so genau.
00:39:43: K A M E N Glaub ich, vielleicht auch falsch.
00:39:48: Trittst du damit eigentlich auf?
00:39:51: Oder wie... Wann kommt
00:39:52: das vor?
00:39:52: Ja, passiert auch.
00:39:54: Ich hatte ja vorhin schon gesagt habe beruflich irgendwie Musikpädagoge und ich glaube dass das einfach für mich am besten passt.
00:40:01: aber bis jetzt auch ein bisschen bewusst quasi keine richtigen Veröffentlichungen, keinen richtigen Arrangements weil ich glaube das Musik im Moment entsteht in diesem Dialog zwischen den Zuhörern an dem Musikmachern.
00:40:15: Allerdings gibt es sowas natürlich, dass auch Auftritte mal stattfinden mit befreundeten Musikern.
00:40:20: Ich habe auch irgendwie eine Band in Anführungsstrichen.
00:40:23: Wir spielen seit Jahren zusammen und verstreuen uns mal wieder und kommen dann wieder zusammen.
00:40:28: Zum Beispiel werden wir wahrscheinlich im September in Zelle im Heilpflanzengarten spielen.
00:40:34: Im Heilpflanzengarten in Zälle.
00:40:38: Es ist auch schön ich hab gerade so gedacht war ja auch allein jetzt von der Musik leben und von Auftritten oder von Streaming brauchen wir gar nicht anfangen, aber zu sagen die Musik, die du machst entsteht im Moment.
00:40:56: Und das ist das Erlebnis was die Leute von dir bekommen wenn sie sagen Sie möchten quasi dein Produkt in Anführungsstrichen deine Dienstleistung erwerben.
00:41:04: Und das ist eigentlich schon wieder ziemlich cool, dass es eigentlich schon ziemlich pakt zu sagen so es gibt das nicht hier du kannst es nicht runterladen Es wird auch nirgendwo stattfinden abgeliefert sondern Du musst kommen und den Moment mit mir zusammen erleben.
00:41:16: Ich meine was ist wieder die Frage?
00:41:18: Was ist Musik überhaupt?
00:41:19: Ist eben diese Verbindung zwischen allen möglichen.
00:41:22: Das ist ja überall aber jetzt gesellschaftlich gesehen kulturell gesehen.
00:41:26: Es ist immer ein Verbindungspunkt gewesen.
00:41:30: Also darum geht es, irgendwie diese Verbindung zu schaffen und das ist ja in jedem Moment individuell.
00:41:35: Und jetzt kommen wir fast zu meiner Kaffee-Anekdote.
00:41:37: Sollen wir die vorziehen?
00:41:38: Jetzt werden wir alles durcheinander schmeißen!
00:41:41: Nein, wir machen hier wieder einen
00:41:43: Full Circle Moment... Das passt auf jeden Fall perfekt zu dem ersten
00:41:45: Moment.
00:41:46: Wir machen später wieder den Full Circle moment wie wir das letzte Woche ...nein letzten Monat mit Linzki Podcast gemacht haben, dass wir die dranhängen und damit diesen Moment quasi verbinden.
00:41:57: Okay!
00:41:59: Dann füge ich nur noch mal ein Gemüse- und Musik.
00:42:01: wenn man nicht warten will bis die Kürbisse reifen kann wunderbar mit Lauch Schlagzeug spielen und zwar ist lauch der perfekte Jazzbesen.
00:42:09: Wenn man also einen sauberen Tisch hat und man das lauch hinterher noch essen möchte kann man mit einem lauch ganz wunderbar einen Jazzbesens simulieren.
00:42:17: Aber
00:42:18: auch das Geräusch, wie der Lauch geschnitten wird oder wenn man ihn so bricht ist es auch großartig.
00:42:21: Aufwunderbar!
00:42:22: Genau ja.
00:42:23: Wenn man jetzt noch ein Keyboard hat was samplen kann, kann man genau diese Geräusche noch sammeln und später immer wieder abrufen.
00:42:30: also ich merke es entstehen hier gerade ganz neue Ideen.
00:42:32: aber das finde ich gerade bei deinem Beruf oder bei deiner Profession und bei Deiner Überzeugung grad das absolut spannende entgegen dem was so gelehrt wird, einfach zu sagen also alles ist Klang.
00:42:43: Alles ist Musik und alles ist eine Entdeckungsreise.
00:42:46: Und vielleicht auch da die Sensibilität zu fördern, einfach mal genauer in diese Welt zu hören?
00:42:54: Ich habe ein kleines Skinsart.
00:42:55: Ich hab zwei Kinder und meine Tochter ist jetzt eineinhalb Jahre alt und ich habe sie im letzten einen halben Jahr beobachtet.
00:43:01: Wenn ein Kleinkind etwas in die Hand nimmt, versucht es, also exploriert und probiert aus.
00:43:05: Was ist das?
00:43:05: Erkundet die Welt!
00:43:07: Und wenn es eine Rassel ist und dieses Kind diese Rasse bewegt, kriegt es ne Prompterückmeldung der Selbstwirksamkeit.
00:43:13: Also es ist eine sofortige Erfahrung.
00:43:15: ich kann etwas bewirken.
00:43:17: Und wenn das nicht schon Gott gleich ist dann weiß ich auch nicht.
00:43:22: Ja...
00:43:23: Ich ist schwer jetzt anzuschließen an dieser Stelle
00:43:26: Küchenpsychologie?
00:43:27: Ja, wir brauchen jetzt eine Anekdote.
00:43:29: Eine Anek-Dote!
00:43:30: Eine Kategorie und Gott... ...Küchenpsyschologie.
00:43:34: Richtig so.
00:43:36: Ich will mir erstmal sortieren.
00:43:38: ich habe heute aufgeschrieben Genau ich würde mich ganz gerne mal über die Einleitung was wäre wenn unterhalten?
00:43:47: Und wollte mal fragen gibt es Momente die noch in euren Köpfen präsent sind wo so ein Moment was wäre, wenn?
00:43:54: also gibt es etwas was überlebt hat.
00:43:56: So was wäre was wäre gewesen?
00:43:58: Wenn ich in dem moment das entschieden hätte und nicht dass oder wenn das passiert wäre und nicht das.
00:44:05: Also man kann sowas ja auch dann loslassen sagen ist jetzt alles so richtig wie sein soll?
00:44:11: aber es gibt ja manchmal Momente die einfach noch so da sind wollte mal mit euch drüber quatschen.
00:44:22: Also natürlich gibt es solche Momente.
00:44:24: Ich glaube, dass das auch völlig normal ist, dass man im Leben irgendwo hinkommt und sich denkt, oh, hätte ich mal was anderes gemacht oder das war jetzt eine doofe Entscheidung, wenn du da gefällig hast oder so.
00:44:33: Aber im Großen und Ganzen ist ja das Wunderbare, dass wir irgendwie wandelbare Wesen sind.
00:44:37: also wir haben ja unser Ding in der Hand und ich trage die Verantwortung für mein Leben, für meinen Glücklichsein usw.
00:44:43: Und wenn ich jetzt mit einer Entscheidung war, die doof gelaufen ist und ich jetzt unzufrieden bin dann habe wie es funktioniert.
00:44:53: Also wenn ich in einem Haufen voll misst sitze, kann ich mir immer noch Schwimmflügel anziehen und durchschwimmen.
00:44:58: Und deshalb was wäre, wenn?
00:44:59: klar gibt es diesen Gedanken aber den verwerfe ich ziemlich häufig weil ich kann ja jetzt entscheiden was ist denn jetzt?
00:45:08: Also diese Frage habe ich mir prinzip nie gestellt, weil ich seit fünfzig Jahren Prinzip Musik mache.
00:45:19: glücklich war also vor allen Dingen mit der Entwicklung, dass ich dann neue Dinge entdeckt habe.
00:45:25: Mit ganz vielen Leuten zusammengespielt habe und das wir ja auch zusammen Sachen entwickelt haben eben auch zum Beispiel mit dem Schlittstrommel.
00:45:34: Das ist ein Instrument was man alleine spielt und eine pentatotische Stimmung hat und dann mit den anderen Leuten setzt der Bass ein die E-Gitarre Dann kommen Stimmen dazu und das ist dann eine ganz neue Erfahrung.
00:45:52: Und diese Erfahrung möchte ich nicht missen mit meinen früheren Berufen, obwohl die damals nicht wusste, dass es noch andere Dinge gibt.
00:46:00: aber wenn ich mir vorstellig wäre jetzt Versicherungskaufmann oder Takeoff Mann weiter, dann war's vielleicht auch glücklich.
00:46:07: Aber jetzt ist für mich undenkbar, dass sich irgendwelche anderen Sachen machen.
00:46:16: Deswegen denke ich darüber nicht nach, was wäre wenn.
00:46:21: Ja es gibt fast nichts und da würde ich für mich so einen Anspruch nehmen.
00:46:30: Ich finde, es wäre trotzdem eine Marktlücke.
00:46:31: Wäre das der musikalische Versicherungs-Markler?
00:46:35: Es klingelt an der Tür, du machst auf und dann steht einer mit einer Flamenco-Gitarre davor.
00:46:40: Denn... Sie brauchen noch eine Unfallversicherung!
00:46:43: Also es
00:46:44: hätte auch seinen eigenen Reiz.
00:46:45: Ich glaube, das könnte man finanziell ausschlachten.
00:46:47: Ja.
00:46:48: Das
00:46:48: ist doch ein schönes.
00:46:49: Was wäre wenn ich so einen Versicherungsmarkler geworden
00:46:52: werde?!
00:46:54: Wahrscheinlich ein bisschen zu großen Versicherungsbeiträge, wenn ich anheimen kann.
00:46:59: Nein also den Weg den ich gegangen bin so steinig der manchmal war oder es war die richtige Entscheidung einfach und er hat mich weit gebracht würde ich sagen diese Entscheidung.
00:47:15: Und jetzt bin ich der Meinung sollten wir deine Klänge auch mal hüten?
00:47:18: Oh ja das passt jetzt sehr gut.
00:47:21: Normalerweise spiele ich ja immer mit Leuten zusammen.
00:47:25: Zum Beispiel begleitet mich ein Geiger oder einen Flirtist damals, Herr Hoffmann der sind leider gestorben ist und im Moment Konrad Haas oder meine anderen Leute mit denen ich zusammenspiele.
00:47:38: Und ich begleite auch Autoren also in dem Falle ein Autor der heißt Paul Maher Das ist Kinderbuchautor.
00:47:48: Alle Kinder der Dastrommel-Generation wissen jetzt sofort das Sams.
00:47:53: Genau, das ist der Erfinder des Sams und mit dem arbeite ich mit Konrad Haas zusammen schon seit elf Jahren.
00:48:01: dann begleitig den Bernhard Schlingt dass es auch ein Autor sehr den Vorleser geschrieben hat gab man filmen mit Kate Winsolent Und wenn der neues Buch rausbringt, dann ruft er mich an und spiele ich mit ihm zusammen oder begleite eben diese Bücher.
00:48:23: Das heißt da unterbreche ich ihn immer mit einem Solo-Stück.
00:48:30: Jetzt neuerdings arbeiten wir auch mit Ingo Siegner – das ist auch ein Kinderbuchautor, der den Drachen Kokos geschrieben hat.
00:48:37: Das ist auch so ein ziemlich bekanntes Werk würde sagen.
00:48:43: Diese Sachen, die ich so mit den Autoren spiele, davon spiele ich jetzt ein Stück.
00:48:48: Ein etwas temporreiches Stück nennte ich
00:50:18: als Dance.
00:51:28: Ich fahre das sehr bildlich!
00:51:30: Also ich habe mir zwischendurch nur die Augen zugemacht und habe mir vorgestellt welche Geschichte hier passieren könnte.
00:51:34: Und ich finde es ist so die Musik, die man sich als Kind vorgestellt hat wenn man eine Abenteuergeschichte vorgelesen bekommen hat wie der Held quasi auf die Reise geht.
00:51:44: So wie es mir gerade.
00:51:48: Wollis Musik, das muss ich sagen führt in die Weite.
00:51:50: Also das ist
00:51:51: etwas
00:51:52: was eine... also so wird ich es beschreiben und unglaublich weiter hat.
00:51:55: und wenn man tatsächlich die Augen schließt zum Kinofilme vor seinem inneren Auge ablaufen lässt dann entstehen bei jeder und jedem einfach andere Filme zu gleiche Musik und das finde ich schön.
00:52:07: Für mich ist es tatsächlich auch so ein Kriterium, wenn ich so Musik für mich bewerte, ob ich die mag oder nicht mag ist.
00:52:13: Ich mache die Augen zu und stelle mir vor wie ist der Film der dazu passiert?
00:52:17: Wie ist die Szene was erlebe ich?
00:52:19: Und wenn da etwas passiert... Es ist erstmal egal was da passiert aber wenn da was passiert dann ist es für mich gute Musik in Anführungsstrichen.
00:52:27: Matthias hat ja auf einer meiner CDs ... was geschrieben und hat einfach geschrieben, ja ich stelle mir einfach vor bei deiner Musik.
00:52:37: Ich habe ein Glas Rotwein in der Hand und lehne mich zurück und freue mich über die
00:52:42: Musik.".
00:52:42: Es
00:52:43: ist eine richtig stimmungsvolle Folge heute.
00:52:45: irgendwie ne?
00:52:47: Emotional!
00:52:48: Emotional.
00:52:49: Ich gerne noch mal kurz was mit Klängen und so, das war auch bevor ich mich selbst nicht gemacht habe in einem Kindergarten.
00:52:55: Und dann hab' ich mit einer Gruppe von Kindern im Bewegungsraum und alle haben sich gemütlich gemacht, irgendwie eine Decke mitgenommen, sich hingelegt.
00:53:01: Dann haben wir so Schiffortücher Das sind so kleine Leichttücher die fliegen auch immer, wie wisst bestimmt was ich meine Haben sich manche Kinder über's Gesicht gelegt und irgendwie Augen zugemacht und dann bin ich mit verschiedenen Klangfällen Also ganz verschiedener Auch solche, die man eben nicht direkt kennt, durch einen Raum gegangen ... geklungen und da geklungen, die das gemacht hat.
00:53:19: Und dann im Ende gefragt was habt ihr denn so gehört?
00:53:23: Ein Kind sagt ich habe eine Blume wachsen hören.
00:53:25: ein anderes Kind sagt Ich hab einen Pferd wehren hören.
00:53:28: Habe ich nicht verstanden?
00:53:28: herum aber... So großartige wunderschöne Sachen durch Einzelklingel.
00:53:33: Deshalb ist es schon cool wie eng verbundenes auch ist.
00:53:37: Also Klang und visuell das meine
00:53:41: ich.
00:53:42: große Privileg ein Instrument gelernt zu haben, was man jetzt nicht zu Hause stehen haben kann.
00:53:47: Nämlich die Kirchenorgel.
00:53:49: So hast du keine Kirchen-Orgel?
00:53:51: Obwohl es gibt inzwischen
00:53:52: ja auch schon elektrische und es gab auch früher, es gibt so kleine Kirchenorgel mit sechs, acht Registern je nachdem wie groß das Wohnzimmer ist Haben sich tatsächlich Leute auf Pfeifenorgeln reingestellt, mit den elektrischen Kirchenorgeln kann man heute auch schon Erstaunliches machen.
00:54:07: Aber so eine richtig große Orgel hat natürlich noch mehr Spirit wenn man in der Kirche ist.
00:54:11: und dann gibt es ja Dinge die man macht und Dinge die nicht machen darf.
00:54:14: und ich fand's immer faszinierend die Dinge zu machen die man nicht machen dürfen Registrat zu ziehen die man alleine nicht zieht.
00:54:20: also nur ganz schnell beschrieben wie ein Orgel funktioniert.
00:54:24: sie wird in Fuß bemessen.
00:54:25: Die größte Pfeife hat jeweils eine Zahl zum Beispiel sie acht Fuß groß oder sechzehn Fuß groß, vier Fuß groß und dann werden die anderen entsprechend immer kleiner.
00:54:34: Dann gibt es zum Beispiel auch zwei Fußpfeifen, die klingen etwas schrillen und die klinge eigentlich nur in Verbindung mit einer Achtfuß- und einer Vierfußpfeife.
00:54:40: Die Verbindung macht den Klang!
00:54:42: Das soll man so machen.
00:54:44: Was man nicht machen soll ist
00:54:45: z.B.,
00:54:45: sie sind zwei Fuß einfach mal alleine zu spielen und dann schon gar nicht in einen hohen Tönen.
00:54:49: Genau das hat mich immer gereizt.
00:54:50: Und dann ist es nämlich total faszinierend was eben nicht für Musik Sondern erst mal für Klangwelten entstehen können und diese Klangwälten sind dann auch wieder Musik.
00:54:59: Und sie dann zu verdichten nach und nach, aber das erstmal zu machen was man eigentlich nicht macht!
00:55:05: Das finde ich sehr faszinierend.
00:55:07: wenn man eben über Gesetzmäßigkeiten hinweg geht die man eigentliche Musikunterricht lernt und wenn man vollständig ausgebildet ist... Also ich weiß immer noch wie es früher beim Klavier hieß zum Beispiel Spiel nicht mit diesen platten Fingern.
00:55:21: Ich spüre bis heute den Plattenfingern, so spielt man nicht.
00:55:23: Also wenn es nach der Gesetzmäßigkeit geht kann ich überhaupt nicht Klavier spielen weil zum Klavierspiel muss man die Finger so krümmen und so weiter.
00:55:30: mag ja sein dass man das so macht habe ich nie gemacht weil das meine natürliche Haltung ist und ich finde eben genau das muss man zulassen.
00:55:37: ich finde es super dass wir heute in gewisser Weise eine eine Folge machen über die Anarchie in der Musik, weil Kunst ist im Endeffekt am Schluss Anarchies.
00:55:45: Kunst ist eigentlich immer das was gegen die Gesetzmäßigkeit steht und nicht das was mit dem Gesetz läuft auch wenn natürlich ein Johann Sebastian Bach mit seiner virtuosen Mathematik der Musik ein musikalisches Genie.
00:55:57: es kann eben trotzdem einen Mensch der ganz einfache Klänge spielt auch etwas so Bewegendes machen dass man anfangen muss zu weinen oder dass es einen im tiefsten Innersten anruhigt.
00:56:09: Es ist nicht immer nur die Befähigung, wenn man Chopin spielen kann und die Finger ganz weit spreizen kann um an alle Töne ranzukommen.
00:56:15: Manchmal sind das Einzeltöne, manchmal sind es Klänge.
00:56:18: Das finde ich sehr, sehr faszinierend, das eben auch zu hören aus deiner Musikpädagogik heraus Kindern klar zu machen traut euch Musik zu machen weil die Weltmusik ist.
00:56:30: Donald Trump oder Vladimir Putin kennen eben nur Marschmusik und kennen nur den Gleichklang und den Gleichschritt.
00:56:35: Und es ist schön, das Bunte dagegen zu setzen.
00:56:37: Ja die hätten vielleicht so einen Lehrer gebraucht
00:56:40: hätte bei denen nichts mehr gebracht
00:56:41: in der Kindheit.
00:56:42: In der Kind bevor.
00:56:43: Obwohl Trump auch zur YMCA tanzt.
00:56:46: deswegen mag ich das lieblich mehr Wenn man das Tanzen nennen will.
00:56:51: In diesen Hirnen ist ja kein Rhythmus, Musik ist eine Form von liebevollem Dasein und da wo kein liebevolles Daseins ist auch keine Musik mehr bzw.
00:57:02: es ist die
00:57:03: verdrängte Musik so rum.
00:57:06: Ich habe mich lange Zeit sehr intensiv mit Zonifikationen aus dem Gesetz gesetzt.
00:57:09: Zonification ist das akustische Equivalent zur Visualisierung, also Verklanglichen und gibt da ganz verrückte Vögel die ziemlich einen großen Quatsch machen und ich unter anderem auch.
00:57:19: Ich habe zum Beispiel eine Rückwand von einem Klavier mal auf der Straße gefunden und habe ihn nach Hause geschleppt.
00:57:23: klingt großartig das Ding, aber ziemlich gruselig.
00:57:26: Und diese Frage wie klingt das eigentlich und was für Musik?
00:57:30: oder wie klingen eigentlich Ameisen im Ameissenhauchen?
00:57:33: so eine Geschichte?
00:57:34: Das wird oft oder ziemlich schnell zu ziemlich unschönen Sachen.
00:57:39: Es gibt einen Musiker ich liebe ihn großartigt, der macht elektronische Musik ist eigentlich gar nicht mein Stil, aber Niklas Jar.
00:57:45: Der hat ein Album rausgebracht, Space is on the Noise.
00:57:47: Große Werbung für diesen Menschen, großartige Musik.
00:57:50: Er hat die großartigen Fähigkeit, Disharmonien und Störfaktoren in seine Songs einzubauen... Aber so großartig, dass sie melodisch passen und das ist quasi die Sonifikation der Depression.
00:58:02: Und zu sagen irgendwie... Das ist jetzt aber schlecht, das möchte ich mir nicht anhören, es ist irgendwie verkehrt weil die Depression gehört dazu und sie ist Teil des Lebens und deshalb ist diese Negativität dieses Böse genauso Teil der Musik.
00:58:14: Und Musik ist ja immer da große Begleiterscheinung der Existenz habe ich glaube schon mal gesagt.
00:58:21: Ja, ich glaub also es gibt keine Musik mehr.
00:58:25: So, es ist nur die Wertung.
00:58:27: Nur das Wertesystem im Kopf, wo ich jetzt sage okay, das ist meine Meinung und mein Bezug... Ich verstehe
00:58:36: was du meinst aber bei Donald Trump fällt mir tatsächlich wirklich eigentlich nur Pink Floyd und Money ein.
00:58:43: Das wäre dann seine Musik Die Kassen Und so weiter, also die Kasse klingelt.
00:58:52: Da
00:58:52: würde ich gerne nochmal auf die Küchensychologie gehen.
00:58:54: und was wäre wenn?
00:58:55: Also das wäre, wenn Trump ganz anders geliebt hätte.
00:58:57: Was wäre dann eher so erzogen?
00:59:01: Wenn er bei dir unterrichtet?
00:59:04: Wenn der bei Paul in der Klasse gewesen wär, ganze mal anfangen mit den Tüchern auf den Augen und mit den Pferdebiern geräuschen und so.
00:59:12: Wer weiß!
00:59:12: Da sind wir ja wieder an bei der Frage... wird man böse geboren oder nicht, aber ich glaube das schaffen wir heute nicht mehr zu beantworten.
00:59:21: Ich finde wir sollten vor der letzten Kategorie einmal noch ein Instrument hören weil er ist ein Instrament mit zwei bis drei Litern Wasser?
00:59:30: Es
00:59:30: gibt noch eins genau!
00:59:31: Ja ich habe
00:59:32: noch etwas mitgebracht eben auch diese Frage was ist Musik?
00:59:34: irgendwie nochmal so'n bisschen... Nicht zu beantworten, sondern noch mal anzustoßen.
00:59:38: Und zwar habe ich die Wassertrommel oder auch Waterdrum mitgebracht.
00:59:41: Ich bin fasziniert von Wasser.
00:59:43: Es ist ein großartiger Klangkörper der so viel mit sich bringt und so viele Spielmöglichkeiten bringt.
00:59:49: Meine Frau liebt und hasst es wenn ich die Küche spüle weil ich da nicht leise bin.
00:59:56: Und ja möchte ich euch gerne vorstellen das ist im Endeffekt eine halbe Kallewasser also auch wieder einen Kürbis mit Wasser drin und traditionell wird Auch eine kleinere Kallebasse halb, also Verkehrdrucken quasi draufgesetzt.
01:00:08: Mir ist diese Kallebase nicht kaputt gegangen sondern ich habe sie in einer Bauwut zu der NGONI für meinen Sohn gebaut und deshalb hab' ich keine kleine Kallebasse mehr.
01:00:16: Deshalb benutze ich jetzt eine kleine Holzschale Hauptsache Sie schwimmt.
01:00:20: Ich freue mich euch das zu zeigen.
01:00:21: da muss ich allerdings nach dahinten.
01:02:20: Das war ein Schraubglas mit Wasser.
01:02:23: Ich sag's doch mal in das Mikrofon rein, ich mach' das auf jeden Fall nach.
01:02:27: Da kannst du halt drauf lassen!
01:02:28: Also ich auch... Ja
01:02:29: so hast
01:02:31: Du ja.
01:02:31: Aber gerade bei dem großen Instrument mit dem Wasser merkt man dass diese Form von Musik oder jede Form von der Musik etwas religiöses hat unabhängig von Religionen.
01:02:42: Es ist überschreitet sozusagen die die Welt in der wir leben und bringt ein großes Ganzes oder führt ein großes ganzes.
01:02:52: Ich
01:02:52: habe irgendwo mal gelesen, ich weiß leider die Quelle nicht mehr aber ich hab irgendwo mal gelesen das Höhlenmalereien gefunden wurden von Musikern.
01:02:58: Das waren immer Frauen und sie waren immer ein bisschen höher als die anderen und hatten so eine Art Heiligenschein Und man geht so ein bisschen davon aus dass damals Frauen angebetet wurden wegen die Mutter des Gebärende etwas höher gestellt eben sowie Gottheiten und dieser Heiligen Schein auch eben wie Gottheiten.
01:03:14: also man geht ein bisschen Davon Aus Musikerinnen damals als Heiliggeilden.
01:03:20: Das gefällt
01:03:21: mir sehr gut, das
01:03:22: lassen wir jetzt so stehen.
01:03:24: machen mal die Kaffee-Anekdote und dann machen wir Schluss vor heute.
01:03:27: mehr brauchen wir eigentlich nicht.
01:03:30: So!
01:03:31: Die Kaffee-Anektote.
01:03:49: Schön wer möchte denn anfangen mit der Anekdoten?
01:03:54: Ich war mit Kunst unterwegs in Bochum in der Gurgahalle Und da gab es ein Festival, der Peter Muffay und Wolfgang Niedecken haben durch das Festival geführt.
01:04:15: Dann war noch Santana da also nur mit einem Päckersulisten dann Cat Stevens und Kein zu Dich.
01:04:24: und denn war vorher aber so eine afrikanische Gruppe die Mordalarm gemacht hat.
01:04:30: Also man muss sich vorstellen, die Halle ist sehr groß sind dann viertausend fünftausende Leute da und dann sind sie von der Bühne gegangen und dann sollten wir auf die Bühnen kommen und dann wollten wir gerade gehen und kein Zachte.
01:04:43: das wird heute nicht nach diesem Alarm den die gemacht haben und dann wir beide Hansel da das bringt nichts.
01:04:50: und in dem Moment wo wir auf Die Böde gehen wollen kommt Gorbatschow an uns vorbei und geht auf die bühne.
01:04:58: Hallo, ich bin da.
01:05:01: Freut mich hier zu sein und dann ist er wieder runtergegangen und dann haben wir gespielt und das war ein wahnsinniges Erfolg trotzdem.
01:05:11: Das habe ich überhaupt nicht begriffen dass es dann so abging
01:05:19: Habt ihr drei Jahre lang Gorbatschow mit auf Tournee genommen und es war überall immer vorab.
01:05:24: Ja, das waren nur zwei Jahre aber... Dann
01:05:30: wart ihr die Perestroika sozusagen?
01:05:32: Ihr Drei!
01:05:35: Ich kann jetzt nochmal ein bisschen den Bogenspannen zuvor hin.
01:05:37: dieses Musik entsteht im Dialog in dem Moment und so weiter.
01:05:40: ich hatte meine Phase in meinem Leben da habe ich beschlossen, da hat mich das Fernweh gepackt und ich hab meine Sachen gepacket.
01:05:47: Und bin erwandern gegangen.
01:05:48: Ich war ein halbes Dreivierteljahr unterwegs und frei Schnauze einfach durch Deutschland mal gucken, wo es mich hintreibt, links ist schöner wie ich, links erbrecht ist schöener wie ich.
01:05:55: Ich hatte nur mich, meinen Rucksack, mein Zelt und meine Gitarre dabei.
01:05:59: Eines Nachts tief im Dunkeln spielte ich Gitarren allerdings nicht traditionell irgendwelche Songs sondern nur Einzeltöne und es antwortete einen Frosch.
01:06:10: Und dann habe ich mir einen Dialog mit diesem Frosch erspielt und es war großartig, weil ich dann auch auf verschiedenste Ideen kam.
01:06:17: Vielleicht ist das auch nur Einbildung aber dieser Frosche hat mir geantwortet und hat auch in unterschiedlichen Tönen geantwortete.
01:06:23: Musik ist eben nicht nur das was ich einstudiere und übe und dann repräsentiere sondern es ist die Interaktion zwischen dem Menschen im Moment und den allen Zuhührenden, die gerade da sind.
01:06:37: Das ist ja eine tolle Geschichte.
01:06:39: Ich habe irgendwie gerade die Idee von diesem Kinderbuch, von dieser Story.
01:06:43: Von dem Frosch und dir im Wald.
01:06:46: Und Wolfgang spielt dann dazu wenn du es liest?
01:06:50: Ja vielleicht sollte noch der fünfte Band sein.
01:06:54: Eule sucht den Frossch.
01:06:56: Oh das ist toll!
01:06:57: Also das ist ja wirklich
01:06:58: schön.
01:06:58: Die sind dabei ein Film herzustellen also dauert sicherlich noch aber es wird ein Animationsfilm über die Eule.
01:07:08: mal sehen was daraus wird.
01:07:10: Wir sind gespannt.
01:07:13: Schön!
01:07:13: Ich glaube, wir müssen jetzt noch eine Playlist vervollständigen und dann... Jetzt habe ich nachgeguckt, jetzt fangen du mal auf.
01:07:19: Wie mache ich die Playlist?
01:07:20: Ja, ich habe
01:07:21: es
01:07:22: ganz leicht beyond the black einer meiner Lieblings-Bands mit dem Lied Songs of Love and Death.
01:07:30: Eine wunderschöne Metal-Ballade.
01:07:33: Also für Leute, die sich den Metal nicht nähern wollen, die werden an dieser wundeschön Ballade Freude
01:07:39: haben.
01:07:41: Ich habe vorhin schon erwähnt, ich hab ein Fable für Musiker und Musik wo ich die Namen gar nicht aussprechen kann.
01:07:46: Und ich weiß wie die Sprachen heißen.
01:07:47: Deshalb hab' ich mir das aufgeschrieben weil ich überhaupt nicht weiß wie man diese Namen korrekt ausspricht.
01:07:52: Es geht um Nebasolo.
01:07:53: Das ist mein absoluter Lieblings-Ballafonist.
01:07:55: Ballafon ist ein traditionelles afrikanisches Ksylophon Weil die DAS-Ksylophone überhaupt großartiges Instrument.
01:08:00: Wenn ich jetzt zu viel darüber rede dann sprengt es bestimmt den Rahmen.
01:08:03: Mein Sohn sagt er mal von Ballafonen wird man Ballafonn und der hat recht.
01:08:06: damit.
01:08:08: Und Mitneber Solo zusammen spielt er einen Goni-Spieler, Donso und Goni.
01:08:13: Also nicht direkt die Kammern sondern sozusagen der Vorläufer mit Benegur D'Acté gemeinsam Gini Magutiki.
01:08:23: Cool!
01:08:23: Den Zettel darf ich bestimmt mitnehmen damit ich das auch finde.
01:08:25: ja?
01:08:25: Natürlich!
01:08:29: Mein Tipp ist von Sting Fields of Gold weil das meine... Ja, meine Richtung der Musik ist wenn ich mit Leuten zusammenspiele.
01:08:41: Und darf ich noch einen Klassik-Tipp geben?
01:08:47: Alatio For Strings das ist von Samuel Barber einem Komponisten.
01:08:56: Das ist ein fantastisches Stück.
01:08:58: also es einfach hat mich umgehauen wird nur mitgeigen Und Bratzen gespielt, einfach ganz fantastisch.
01:09:09: Das sind meine beiden Tipps.
01:09:12: Da brauchte ich jetzt eigentlich gar keinen mehr.
01:09:13: sagen, ne?
01:09:14: Dann haben wir schon vier.
01:09:15: Gibt trotzdem einen!
01:09:15: Den habe ich heute zufällig gefunden.
01:09:17: Das ist von The Libertines Boys in the Band.
01:09:21: Den packe ich heute drauf und mir ist die ganze Zeit noch ein Film... Ich gebe jetzt mal ein Film-Tipp da.
01:09:27: das haben wir gar nicht als Kategorie aber mir ist der Film August Rush eingefallen.
01:09:32: Der hat auch nen deutschen Titel.
01:09:33: den weiß ich leider gerade nicht.
01:09:36: Könnte es der Klang des Herzens sein?
01:09:38: Auf jeden Fall, der englische Titel ist August Rush.
01:09:40: Klang Des Herzens
01:09:40: ist ein Titel von Wolfgang Stute übrigens.
01:09:42: Nee!
01:09:43: Das
01:09:44: ist jetzt ja nicht zu glauben... Ich
01:09:46: habe den Film gesehen und...
01:09:47: Der heißt so, das mit dem kleinen Jungen, der auf der Straße dann kommt, also hier dirigiert und so, dass wir nämlich auch eingefallen mit der Baustelle vorhin.
01:09:55: Er hat die Gitarre gespielt mit einer besonderen Stimmung und die hab ich mir rausgehört und daraus hab' ich dein klanges Herz.
01:10:03: Oh, full circle
01:10:04: moment!
01:10:04: Also besser kann man diese Folge nicht abschließen Alina.
01:10:07: Also
01:10:08: schaut euch den Film an hört euch danach den Song nochmal von Wolfgang Stute an und dann haben wir alles.
01:10:13: Und dann geht ihr noch auf die Webseite von Paul.
01:10:15: bestellt euch ein Instrument.
01:10:16: Ja nicht direkt einen Instrument.
01:10:17: wie
01:10:17: gesagt Lieber
01:10:18: lieber ein Musikprojekt wo
01:10:20: wir gemeinsam... Lieber dem Paul direkt Bestellt euch
01:10:21: den Paul direkt
01:10:23: und der macht es mit euch.
01:10:24: Vielleicht darf ich noch eine ganz kurze Sache sagen.
01:10:26: also natürlich baue ich gerne auch Instrumente für irgendetwas anders oder so.
01:10:29: aber Die Verbindung zwischen Einem selbst und dem selbst gebauten Instrument ist so viel wert, lieber sich bei mir melden und wir gemeinsam nur Trommel bauen.
01:10:39: Noch besser!
01:10:40: Genau so machen wir es also wirklich schön.
01:10:42: Toll.
01:10:43: Gut da haben wir... Also das war's oder?
01:10:51: Ja vielen Dank, dass wir hier sind können.
01:10:52: Vielen Dank für die Einladung!
01:10:54: Wolfgang Stute, Paul Fassan ist eigentlich dein richtiger Name?
01:10:57: Nein ich heiße eigentlich Rahm mit Nachnamen und Fassans ist eine sehr lustige Geschichte wie ich dazu gekommen bin.
01:11:03: es wäre die nächste Kaffeeannektur.
01:11:04: Okay,
01:11:05: die verrät er uns jetzt gleich wenn wir auf Stopp gedrückt haben weil die Leute die hier sind werden das jetzt noch erfahren.
01:11:09: So!
01:11:10: Tschüss!
01:11:13: Vielen dank an alle der am Auto.
01:11:15: lasst einfach das Auto spielen.
01:11:17: Wenn ihr auch mal live dabei sein wollt, dann schaut unbedingt regelmäßig ins Programm vom Tag und folgt unseren Social-Media Kanälen.
01:11:24: Wir haben euch alles in den Show Notes verlinkt.
01:11:28: Sound Kitchen Hannover ist eine Produktion von Beyond the Hill Productions in Kooperation mit dem Theater am Küchengarten.
01:11:36: Idee Alina Hill Konzeption und Redaktion Matthias Brodovi und Alina
01:11:42: hill
01:11:42: Produktionsleitung vor Ort Selina Malkimson Live Sound und Recording, Frieda Fahrtmann, Schnitt & Mix, Matthias Hollemann von Last Forever Music und Media.
01:11:54: Bis zum nächsten Mal!
01:11:55: Tschüss!
01:11:57: Ah, halt Stopp bevor ich es vergesse.
01:11:59: Wir möchten uns in dieser Staffel natürlich auch noch ganz herzlich beim Kulturbüro und der UNESCO City of Music Hannover für die liebe Unterstützung bedanken.
01:12:09: So jetzt aber bis zum nächsten mal tschüss.
Neuer Kommentar